Politikaktivismus und gesellschaftliches Engagement

Was politisches Farbezeigen angeht, so setze ich mich mit jeder freien Ressource

  • für Meinungsfreiheit und Redefreiheit,
    und gegen Paternalismus und Autokratie,
  • für Logik-, Zahlen-, Daten– und Faktenfundierung,
    und gegen Ideologie und Manipulation,
  • für Selbstbestimmung und Emanzipation,
    und gegen Abhängigkeit und Benachteiligung,

sowie

  • für Aufklärung,
    und gegen Diskriminierung,
    insbesondere gegen Sexismus,
    offen wie versteckt,

ein.

Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler haben ein Ordnungssystem aus sozialphilosophischen Etiketten, das praktisch jede politische Gestaltungsvorliebe abdeckt.
Gerne grenze ich Spekulationen über meinen Charakter in diesem Rahmen insoweit ein, als dass ich nicht vehement dagegen widersprechen würde als “liberal“, “libertär“, “progressiv“, “konsequentialistisch” oder “emotivistisch” bezeichnet zu werden.
Innerhalb dieser Schubladen gibt es aber zahlreiche Varianten. Missverständnisse sind vorprogrammiert. Sippenhaft für andere, die solche Etiketten für eigenes Wirken reklamieren, übernehme ich keine.

Wer mich anderweitig bezeichnen oder darstellen wollte hat aber noch selten davor zurückgeschreckt, es einfach zu tun. Ob desorientiert oder böswillig. Das muss man aushalten. Auch das, anderen ihr Denken, ihre Meinung und ihre Aussagen nicht vorschreiben zu versuchen, ist eine Frage von Toleranz.

Hemmungen davor die Reputation anderer fahrlässig zu beschädigen mögen nicht weit verbreitet sein. Aber auch üble Nachrede fällt meines Erachtens nun mal unter Redefreiheit. Grundsätzlich sollte sie nicht unterbunden werden. Allerdings sollte sie zu Schadensersatz berechtigen, soweit durch die Verbreitung unzutreffender Behauptungen Reputationsschaden verursacht wird.
Ein Riesenproblem ist nur, wenn Schadensersatz nicht effektiv durchgesetzt werden kann. Und das ist überwiegend der Fall.

Ich beziehe also durchaus offen politisch Stellung.
Aber gerade weil meiner Liberalität natürlich Pluralismus immanent ist muss das Objektivitätsansprüche an mich nicht dramatisch enttäuschen.

Natürlich möchte ich alle dazu einladen darüber nachzudenken und daran mitzuwirken, wie die Welt sich zu einem freundlicheren und gutartigeren Ort machen liesse.
Aber jeder sei gewarnt!
Mit logischem Verständnis, Einfühlungsvermögen und Fairness aufseiten von Widersachern sollte nicht gerechnet werden.
Mit Impulsivität eher.
Politik ist kein Gerechtigkeitslabor. Und sie zieht nicht die intelligentesten Leute an. Die leidenschaftlichsten schon eher. Unter ihnen einige die Diffamierung als legitimes Instrument erachten.
Wer sich sein eigenes Urteil über Personen und Angelegenheiten bildet, der sollte erkennen, dass nicht jeder das tut.